Einführung in die Methode des psychoanalytisch orientierten Psychodramas zum Thema Migrationsprozesse mit Ursula Hauser, SBAP Preisträgerin 2014 für ihre ausserordentlichen Leistungen im Bereich der Angewandten Psychologie.

Ursula Hauser setzt sich seit vielen Jahren für Traumatisierte in Zentralamerika und Gaza ein. Dank finanzieller Hilfe von humanitären Institutionen wie Medico International Schweiz bildet sie ÄrztInnen, PsychiaterInnen, SozialarbeiterInnen, Pflegefachpersonen und PsychologInnen in Psychodrama aus.

Ursula Hauser hat an der Universität Zürich Psychologie studiert und an der Universität Klagenfurt Ethnopsychoanalyse. 1980/81 ging sie auf Einladung des sandinistischen Gesundheitsministeriums nach Nigaragua als Ausbildnerin in Gruppenmethoden. Seit 1987 hat sie ihren Hauptwohnsitz in San José, Costa Rica und entwickelte zahlreiche Projekte in Zentralamerika und ist tätig unter anderem als Ausbildnerin für Psychodrama in Costa Rica, Kuba, El Salvador, Guatemala, Uruguay, Argentinien. Seit 1998 ist sie Ausbildnerin für Psychodrama am GCMHP (Gaza Community Mental Health Programm) in Palästina; ebenso am TRC (Treatment and Rehabilitation Center for Victims of Torture) in Ramallah.

Äussere und innere Migrationsprozesse – Das Eigene und das Fremde

Wir werden mit dem Schwerpunkt der Selbsterfahrung am Thema DAS EIGENE UND DAS FREMDE arbeiten, mit ethnopsychoanalytischem Fokus. Für Teilnehmende die das Psychodrama noch nicht kennen wird es eine Einführung ins Psychodrama sein - für die anderen wird es eine Vertiefung der Methode in Theorie und Technik, und unserem inhaltlichen Thema MIGRATIONSPROZESSE sein.

An erster Stelle steht die eigene Erfahrung als ProtagonistIn, als Hilfs-Ich und im Chor. Persönliche sowie berufliche Erfahrungen und Probleme der Vergangenheit und Gegenwart können als Themen gewählt werden, ebenso wie Träume oder zukunftsorientierte Projekte.

Wir werden Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Soziometrie, des ProtagonistInnenzentrierten Psychodramas, des Soziodramas (Jacob Levy Moreno) und dem Playback Theater (Jonathan Fox) vermitteln. Ich arbeite auf dem Hintergrund der Operativen Gruppenmethode (Enrique Pichon Riviere), daher ist eine lückenlose Teilnahme an beiden Tagen erforderlich.


Leitung:         

Ursula Hauser, Psychologin und Ethnopsychoanalytikerin, Psychodramatikerin PDH, Professorin für ´Ethnopsychoanalyse mit Psychodrama’ in Postgraduate Programmen in verschiedenen Universitäten (Costa Rica, Mexiko, Kuba, Guatemala, Uruguay, Argentinien, SFU Wien)

Ort: Olten, Haus zum Adler, Marktgasse 34 (www.haus-zum-adler.ch)

Datum: 27/28.August 2022 / Samstag und Sonntag von 08.45 bis 16.45


Rahmenbedingungen und Kosten:

CHF 450 / Für PDH-Mitglieder CHF 350

Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt: max 15 Teilnehmende. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Die Anmeldung ist verbindlich. Bei Abmeldung später als 30 Tage vor Kursbeginn werden die gesamten Kosten verrechnet. Bei früheren Abmeldungen wird ein Unkostenbeitrag von CHF 30.- in Rechnung gestellt.


Lektionen (Credits)

Seminar mit 16 Lektionen Wissen und Können in Psychodrama. Diese Lektionen werden im Rahmen der Weiterbildung in Psychodrama anerkannt und bilden ein Modul der Ausbildung zum Fachtitel PsychodramatikerIn PDH (siehe www.pdh.ch/weiterbildung).

Für PsychologInnen werden für dieses Seminar 14 Fortbildungseinheiten der FSP ausgestellt.

Für ÄrztInnen werden für dieses Seminar 12 Credits der SGPP ausgestellt.

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen: Roger Schaller, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 079 470 48 32


Lektüre und weitere Informationen zu Ursula Hauser und ihrer Stiftung:

Tanja Polli & Ursula Hauser: Die Rebellin – Ein Leben für Frieden und Gerechtigkeit. Verlag Wörterseh (2015)

www.fundacionursulahauser.com

→ Download Flyer (PDF)